Wir fordern die Bundesregierung auf, eine fortschrittliche und vorbildliche Rolle in Europa einzunehmen und ein Amalgam-Verbot zum 01.07.2020, zu beschließen.

Die Vereinten Nationen schlagen Alarm und warnen vor dem Anstieg von Quecksilber in der Umwelt. Quecksilber ist hochgiftig und schädlich für das Nerven-, Immun, Nieren- und Herz-Kreislauf-System.

Das internationale Minamata-Abkommen welches dieses Jahr in Kraft getreten ist, drängt die Unterzeichnerstaaten, die Emission einzudämmen und quecksilberhaltige Produkte zu verbieten. Weltweit werden daher ab 2020 schon Produkte wie Batterien, Lampen oder Thermometer nicht mehr zugelassen, wenn sie Quecksilber enthalten.

Ein Skandal ist aber, dass Zahnfüllungen von diesem Verbot ausgenommen bleiben sollen.

Amalgamfüllungen bestehen zu über 50% aus Quecksilber und werden auch in Deutschland noch Tonnenweise verwendet. Hunderte Tonnen Quecksilber befinden sich zudem bereits in den Mündern der Patienten und müssen früher oder später noch als Sondermüll entsorgt werden.

Durch neue Bestimmungen kommt jetzt aber Bewegung in die Amalgamdiskussion

  • ab dem 01.07.2018 tritt ein Amalgam-Verbot für Kinder unter 15 Jahren und schwangere sowie stillende Frauen in Kraft
  • bis zum 01.07.2019 ist jeder EU-Mitgliedstaat dazu aufgefordert, einen Plan vorzulegen mit wie die Verwendung von Amalgam weiter verringert werden soll
  • ab dem 01.07.2020 dürfen Medizinprodukte laut der überarbeiteten Medizinprodukte-Richtlinie maximal noch 0,1% Quecksilber enthalten (Es sei denn, es wird eine Ausnahmeregelung getroffen)

Wir fordern daher, die Verwendung von Amalgam auch in Deutschland ab dem 01.Juli 2020 zu verbieten. In der modernen Zahnmedizin sind Zahnärzte nicht mehr darauf angewiesen. In Norwegen und Schweden ist Amalgam bereits seit 2008 bzw. 2009 verboten. Alles, was wir brauchen, ist eine faire Regelung der Kostenerstattung für Krankenkassen, Zahnärzte und Patienten.

Aus diesem Anlass hatten wir Vertreter der relevanten Interessengruppen (Politik, Krankenkassen, Zahnärzte & Patienten) am 20. November 2017 zu einem Runden Tisch in Berlin eingeladen. Aus den konstruktiven Gesprächen sind bereits vielversprechende Lösungsansätze hervorgegangen. Jetzt müssen die verantwortlichen Parteien jedoch anfangen, die Ärmel hochzukrempeln und sich an die Umsetzung machen.

Die Bundesregierung muss eine fortschrittliche und vorbildliche Rolle in Europa einnehmen und in diesem Zusammenhang am 01.07.2019 ein Amalgam-Verbot zum 01.07.2020 beschließen.

 

Mund auf gegen Amalgam

Auch ich fordere die Bundesregierung auf, eine fortschrittliche und vorbildliche Rolle in Europa einzunehmen und ein Amalgam-Verbot ab dem 01.07.2020 zu beschließen.

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