Qualität von alternativen Füllungsmaterialien

Komposit als dauerhafte Alternative

  • SCENIHR: Die Langlebigkeit der zahnärztlichen Reparaturen mit alternativen Materialien im Seitenzahnbereich wurde mit der Weiterentwicklung dieser Materialien und der steigenden Vertrautheit mit den effektiven Techniken durch die Behandelnden verbessert. Aktuelle Studien aus den Niederlanden, Schweden und Dänemark konnten sehr gute Langzeitergebnisse in klinischer Effektivität von Kompositrestaurationen im Seitenzahnbereich nachweisen, mit ähnlicher oder besserer Langlebigkeit wie Amalgam. [i]
  • Der von der Europäischen Kommission angeforderte BIOIS-Bericht 2012 kommt zu dem Schluss: Angesichts der Ergebnisse neuerer Studien, in denen die Langlebigkeit verschiedener Materialien verglichen wurde, wird in der vorliegenden Studie davon ausgegangen, dass die Langlebigkeit von quecksilberfreien Füllungen nicht länger ein Faktor ist, der die Gesamtkostendifferenz zwischen Zahnamalgam und Composite- oder Glasionomer-Restaurationen signifikant beeinflusst. [ii]
  • Komposite halten in
    7% der Fälle 5 Jahre und 82.2% der Fälle 10 Jahre
    Amalgame halten in
    89.6% 5 Jahre und 79.2% 10 Jahre
    Opdam et. al (veröffentlicht in Dental Materials, 2007)[iii]
  • Neuste Studien zeigen, dass Komposite nicht nur so lange halten wie Amalgam, sondern auch eine insgesamt höhere Survival-Rate haben[iv]
  • Ein Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hebt die Vorteile von quecksilberfreien Zahnrestaurationsmaterialien zur zukünftigen Verwendung bei der Zahnrestauration hervor. Dort heißt es  jüngste Daten würden nahelegen, dass sich RBCs [harzbasierte Komposite] ebenso gut eignen wie Amalgam – und zusätzliche Vorteile für die Mundgesundheit haben, denn die Verarbeitung adhäsiver Kunstharzmaterialien ermöglichen eine geringere Abtragung gesunder Zahnsubstanz und damit ein längeres Überleben des Zahnes. Behörden und Verbände sollten die Initiative ergreifen und den Ersatz von Amalgam als Material der Wahl für Seitenzähne durch Adhäsivsysteme fördern.
[i] European Commission Scientific Committee on Emerging and Newly Identified Health Risks (SCENIHR), Final opinion on the safety of dental amalgam and alternative dental restoration materials for patients and users (29 April 2015), http://ec.europa.eu/health/scientific_committees/emerging/docs/scenihr_o_046.pdf
[ii] BIO Intelligence Service (2012), Study on the potential for reducing mercury pollution from dental amalgam and batteries, Final report prepared for the European Commission-DG ENV, http://ec.europa.eu/environment/chemicals/mercury/pdf/Final_report_11.07.12.pdf, p.69
[iii] Opdam NJ, Bronkhurst EM, Roeters JM, Loomans BA. A retrospective clinical study on longevity of posterior composite and amalgam restorations. Dent Mater 2007;23(1):2-8, http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16417916
[iv] N.J.M. Opdam, E.M. Bronkhorst, B.A.C. Loomans, and M.-C.D.N.J.M. Huysmana, 12-Year Survival of Composite vs. Amalgam Restorations, Journal of Dental Research (October 2010), Vol. 89, 10: pp. 1063-1067, http://jdr.sagepub.com/content/89/10/1063.abstract