News

Quecksilberemission im Koalitionsvertrag

„Kohle-Kraftwerke müssen die Anforderungen der strikteren Emissionsbandbreiten nach dem Stand der Besten Verfügbaren Technik zu Großfeuerungsanlagen einhalten.“
„Amalgam in Deutschland zu einem konkreten Zeitpunkt, aber vorzugsweise ab 2020, generell verbieten.“

 

 

Florian Schulze

Gründer & Geschäftsführer

 

• bis 2012 Kulturmanager in Berlin und New York
• seit 2013 deutscher Sprecher des Weltverbandes für quecksilberfreie Zahnmedizin
• seit 2013 aktiv im Einsatz für ein Amalgamverbot in Europa
(Gesellschaft für Schwermetalltoxkologie)
• seit 2014 Heilpraktiker (Umweltmedizin und Chelat-Therapie)
• 2014 Curriculum für Ursachen-Therapie bei Dr. Mutter
• 2015 Curriculum Umwelt-ZahnMedizin bei der DeGUZ e.V.
• 2016 Curriculum Umweltmedizin bei der IGRMM e.V.
• 2017 Gründung der IG Umwelt Zahn Medizin
• seit 2017 EU-Koordinator des Weltverbandes für quecksilberfreie Zahnmedizin
• 2017 Weiterbildung in Kampagnenstrategie bei der
Campaigning Academy Berlin, Volker Gaßner (Greenpeace)

Dr. Joachim Mutter

Dr. med. Joachim Mutter arbeitete nach Ausbildung und Tätigkeit als Energiegeräteelektroniker, nachträglichem Abitur und Medizinstudium (Uni Freiburg) seit Januar 2000 als Arzt, zuerst in der Inneren Medizin. Von 2001 bis 2008 arbeitete er an der Universitätsklinik Freiburg und absolvierte dort die Ausbildung zum Facharzt für Hygiene- u. Umweltmedizin sowie Zusatzbezeichnungen für Naturheilverfahren u. Akupunktur. Seit 2009 führt er eine Arztpraxis für Ursachenmedizin in Konstanz. Seit 2016 ist er zusätzlich stellv. Chefarzt der Paracelsus Clinica Alronc, Schweiz. Er ist Dozent mit Vortrags- und Seminartätigkeit im In- und Ausland, u.a. auch an der Universität Warschau (zu Autismus), Europa-Universität Frankfurt (Oder), im Landtag Bayern (zu Mobilfunk) oder vor Europapolitikern in Luxemburg und Brüssel (zu Amalgam und Mobilfunk). Er hat wissenschaftliche Studien veröffentlicht und ist auch als Gutachter für Gerichte und wissenschaftliche Zeitschriften sowie durch Interviews in Zeitschriften, Radio und Fernsehen bekannt geworden. Hauptziel ist effektive Prävention und Behandlung der häufigsten Krankheiten sowie Verbesserung der Leistungsfähigkeit, auch bei Spitzensportlern.

 

Mitgliedschaften
EROPAEM (European Academy of Environmental Medicine)
dBU (deutscher Berufsverband der Umweltmediziner)
NATUM (Ärztegesellschaft für Naturheilkunde und Umweltmedizin)
DGUHT (Deutsche Gesellschaft für Umweltmedizin und Humantoxikologie)

>>Veröffentlichungen

Amalgam-Verbot bleibt 2020 weltweit auf dem Vormarsch

Tansania, die Philippinen, Argentinien und die Republik Moldau mit beispielhaften Fortschritten

  • Die Philippinen haben am 14. Mai ein Gesetzt erlassen, nach dem die Verwendung von Amalgam in drei Jahren verboten wird. Als Übergang wird ein Verbot der Verwendung für Kinder unter 15 Jahren, Schwangeren und stillenden Frauen (ähnlich wie in Europa) eingeführt.
    LINK
  • In Tansania wurde im Januar eine Richtlinie auf den Weg gebracht, nach der ab 2023 alle Kinder und Frauen im gebärfähigen Alter (was über die europäische Regelung hinausgeht) mit quecksilberfreien Alternativen behandelt werden.
    LINK
  • Argentinien hat bei dem Sekretariat der Minamata-Convention einen Beitrag über Amalgam eingereicht und schildert eindrucksvoll, welche Fortschritte es auf dem Weg zur quecksilberfreien Zahnmedizin (Phase out 2025) macht.
    LINK
  • In der Republik Moldau ist am 15. Februar 2020 ein Gesetz vom 29.11.2018 in Kraft getreten, nachdem die Verwendung und die Einfuhr von Zahnamalgam generell verboten ist.
    LINK

Prof. Dr. Wolf-Dieter Müller

Leiter des Bereichs zahnärztliche Werkstoffkunde und Biomaterialforschung

Charité – Universitätsmedizin Berlin

CBF: Campus Benjamin Franklin

CharitéCentrum Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde CC 3

Zahnärztliche Prothetik, Alterszahnmedizin und Funktionslehre

Funktionsbereich: Zahnärztliche Werkstoffkunde und Biomaterialforschung

Dr. med. dent. Andreas Lozert

Jahrgang 1970
Staatsexamen 1996 in Regensburg
Promotion 1998 in Regensburg über „Molekulares Krebsprädispositionsscreening“
Praxisgründung 2001 in Weiding
Curriculum Umwelt-ZahnMedizin (DEGUZ) 2010
Curriculum Umwelt-Medizin (EUROPAEM) 2011

Tätigkeitsschwerpunkte:

  • allgemeine Zahnmedizin
  • Umwelt-ZahnMedizin (DEGUZ)


Mitgliedschaften:

Mitglied im Arbeitskreis Zahnmedizin der
Deutschen Gesellschaft für Umwelt- und Humantoxikologie (DGUHT)

Deutsche Gesellschaft für Umwelt-ZahnMedizin (DEGUZ)
European Academy for Environmental Medicine (EUROPAEM)
International College of Applied Kinesiology (ICAK-D)

>>Publikationen

Umweltgifte schwächen das Immunsystem

Das Coronavirus überschattet derzeit Alles und die gravierenden Auswirkungen auf die Gesellschaft, das Gesundheitssystem und die Wirtschaft drängen andere Themen in den Hintergrund. Doch besonders Entscheidungen, die künftig für einen besseren Schutz der Bevölkerung sorgen können, sollten jetzt um so entschlossener angegangen werden. Das umfasst auch das Einhalten des Vorsorgeprinzips und einen besseren Schutz vor Umweltgiften.

Gemeinsam mit Mitgliedern aus dem weltweiten Netzwerk für quecksilberfreie Zahnmedizin, haben wir noch vor einigen Tagen diskutiert, wie wir uns in dieser Situation verhalten sollen und ob wir unsere Anliegen aufschieben müssen. Als ich dann jedoch in den italienischen Nachrichten die Überschrift: „Unsere eigenen Antikörper sind die einzige Waffe im Kampf gegen dieses Virus“ las wurde mir klar, dass wir genau das Gegenteil tun müssen: Umweltgifte schwächen das Immunsystem und wir müssen jetzt erst recht zu einem besseren Schutz der Bevölkerung aufrufen und die Politik dabei in die Pflicht nehmen.

Natürlich gibt es für das Immunsystem schädliche Einflüsse, wie z. B. Rauchen oder Alkohol, für deren Konsum wir selbst verantwortlich sind, aber es gibt auch Umweltgifte, deren Aussetzung wir uns nur schwer entziehen können.

Das gilt zum Beispiel auch für Quecksilber, dessen Konzentration in der Umwelt weiterhin stark ansteigt (20% von 2012-2015) und unseren Fisch aber auch andere Nahrungsmittel, wie z.B. Reis belastet. Da es ein Speichergift ist, dass wir nur sehr schwer ausscheiden können, wird es sich auch in unseren Körpern zunehmend anreichern.

Wir müssen davon ausgehen, dass ein Großteil der Bevölkerung immer noch durch Amalgamfüllungen vorbelastet ist, sei es durch die schätzungsweise 200 bis 400 t, die noch in deutschen Mündern schlummern, sei es durch das Quecksilber, dass sich auch nach der Entfernung von Amalgamfüllungen im Körper angereichert hat oder durch das Quecksilber, das wir bereits von unseren Müttern vermacht bekommen haben (Quecksilber wird durch die Plazenta und die Muttermilch abgegeben).Selbst wenn wir uns vor einer weiteren Belastung durch Quecksilber schützen könnten, sind wir immer noch den Gefahren von Stoffen ausgesetzt, mit denen Quecksilber eine schädliche Wechselwirkung eingehen. Außerdem können Genvarianten, die bei bis zu 50% der Bevölkerung zu finden sind, einen verstärkenden Einfluss auf die Giftigkeit von Quecksilber haben.

Im Zusammenhang mit Covid 19 sollte darauf hingewiesen werden, dass auch Quecksilberbelastungen zu Vorerkrankungen wie Gefäßschäden und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen können, was für einige Patienten jetzt fatale Folgen hatte.

Außerdem schädigt Quecksilber die zelluläre Immunabwehr durch Beeinträchtigung der T-Lymphozyten, B-Lymphozyten und der Neutrophilen Granulozyten und provoziert die Bildung von Entzündungsbotenstoffen bzw. chronische Entzündungen, die im Körper an verschiedenen Stellen Schaden anrichten und so das Immunsystem überfordern können. Infektionen mit Bakterien, Viren und Pilzen können so begünstigt werden.

Wenn in diesem Sommer also wieder wichtige Entscheidungen in der Europäischen Union zur Eindämmung der Quecksilberemissionen anstehen, appellieren wir an die Verantwortlichen, umsichtig und vorbildlich zu handeln.

Ausführliche Informationen über die Schädlichkeit von Quecksilber finden Sie in der Studie

Quecksilber –  eine der schädlichsten Substanzen weltweit

von Peter Jennrich (für Greenpeace2015)